Jetzt komplett Apple? Ja dank Swiftkey …

Ein Jahr ist es nun her, dass ich mich entschieden habe, den goldenen Käfig von Apple zu betreten.

Und ich kann nur sagen, dass ich es keinen einzigen Tag bereut habe. Apple ist sicher nicht für jedermann ideal, aber für meine Tätigkeiten kann ich mir nicht mehr vorstellen auf ein Windows-Gerät zurück zu wechseln.  Das wird mir umso mehr bewusst, wenn ich ab und zu in meinem Familien- und Freundeskreis auf einem PC aushelfen muss …

Wie bei Lars Bobach beschrieben, bestand mein Hardware-Setup nun eben seit einem Jahr aus einem Macbook Air, sowie aus einem iPad Air 2. Ein iPhone als Smartphone lehnte ich bis jetzt jedoch ab.

Warum das?   

Weil ich ein Vielschreiber bin und mit der virtuellen Iphone-Tastatur einfach komplett nicht zurechtkomme. 

Seit Jahren habe ich im Bereich Smartphone ein Blackberry Q10 am Laufen und bin nach anfänglichen Schwierigkeiten eigentlich sehr zufrieden. Blackberry hat nach den diversen Software-Updates eine sehr effiziente und schnelle Bedienbarkeit, was für mich sehr wichtig ist. Leider ist ja bekannt, dass RIM den Anschluss im Smartphone-Bereich schon lange verpasst hat und ich daher speziell unterwegs immer wieder das iPad nutzen musste, um viele sehr nützliche Apps verwenden zu können. Mühsam ….

In den letzten Wochen hat sich hier mein Leidensdruck dann noch einmal erhöht, da ich nun - hoffentlich - auch in der Mac-Umgebung mein "Trusted System" nach GTD gefunden habe.

Dazu gibt es in Kürze einen eigenen Bericht, aber vorab kann schon gesagt werden, dass für mich für ein effizientes Trusted-System eine nahtlose Integration zwischen Laptop/Ipad/Smartphone unabdingbar ist und daher eben der Leidensdruck mit einer Apple Mac / Blackberry - Kombi  ... 

Bereits vor einem Jahr hatte ich schon die Hoffnung mit der von RIM/Blackberry gerichtlich bekämpften Tastatur TYPO2 eine Lösung gefunden zu haben. Diese habe ich mir dann auch etwas mühsam aus den USA besorgt, doch leider lag sie in den letzten Monaten recht nutzlos im Büro, da ich mir nicht ein teures Iphone kaufen wollte um es dann nach kurzer Zeit wieder in die Ecke zu legen. 

Vor ein paar Wochen habe ich dann zufällig im Web den Service von Pad4rent entdeckt und mich entschieden für ein paar Wochen ein iPhone zu leihen. Nach ein paar Wochen kann ich dann meist recht gut abschätzen, ob die Lösung für meine Arbeitsweise brauchbar ist. 

Als das iPhone dann eintraf, merkte ich bereits nach einer Woche, dass die Lösung mit TYPO2 nix ist. Viel zu plump, zu schwer und die Tasten sind nicht so gut platziert bzw. erreichbar wie beim Blackberry.

Große Enttäuschung machte sich breit …

Da Aufgeben aber nicht so meine Sache ist, habe ich weiter in den Tiefen des Webs gegraben und bin auf wieder mal auf einen alten Bekannten gestoßen – Swiftkey.

Diese preisgekrönte Tastatur-App wurde mir bereits vor Jahren von einer Bekannten gezeigt und diese hat damals schon dafür geschwärmt. Mir kam das Ganze damals aber etwas holprig vor.

Nun habe ich meinem Leih-iPhone diese App spendiert und siehe da:  Sie ist gewaltig!

Dies App erkennt aus meinen Wischgesten wirklich fast alle Wörter. Und das in allen drei Sprachen die ich beruflich nutze (Deutsch, Italienisch, Englisch). 

Durch dieses Wischen bin ich wieder genauso schnell wie bei der Nutzung meiner Blackberry-Tastatur und das war für mich das Killer-Argument. 

Ich werde diese Lösung in den nächsten Wochen – mein iPhone ist bis Ende Oktober geliehen – noch ausgiebig testen, aber ich denke, dass im Anschluss daran der Komplettumstieg in die Apple-Welt erfolgt ist.

 

Vision - eine etwas andere Seminar-Erfahrung

Das Thema Vision  - ein Thema bei dem sich die Geister scheiden ...

Während viele sich für das Thema Vision und dem damit einhergehenden Frage zum Sinn des Lebens extrem begeistern können, sind viele andere (meistens eher die männliche Spezies …) derselben Meinung, wie der deutsche Altkanzler Helmuth Schmidt, dass derjenige der Visionen hat, zum Arzt müsse.

Auch ich selbst war lange Zeit hin und hergerissen, bin aber mittlerweile der Meinung, dass es sehr wertvoll und hilfreich ist, wenn man sich in schriftlicher Form seine eigenen Werte und Ziele fest hält.

Besonders bewusst wurde mir das wieder einmal im vergangen Jahr als ich eigentlich unbeabsichtigt (ja auch das gibt es, wenn eine Seminarausschreibung sehr unklar formuliert ist) ein Seminar zum Thema Vision besuchte. 

Das Seminar nannte sich "Überwinden eigener Grenzen" und wurde von Prof. Warschawski am renommierten Schweizer Institut ZFU angeboten. Warschawski wird dort als einer der Top-Stars gehandelt und für viele Führungskräfte gilt er als Geheimtipp. Auch ich selbst kam zum Seminar über einen begeisterten ehemaligen Teilnehmer.

Leider kann ich nicht unbedingt in den Chor der Begeisterten einstimmen. 

Prof. Warschawski ist natürlich schon aufgrund seines Alters und seiner langjährigen Tätigkeit im Bereich der angewandten Psychologie eine sehr interessante Persönlichkeit. Die Art wie das Seminar aufgebaut und durchgeführt wurde, war für meinen Geschmack etwas zu „amerikanisch“ und zu „old-school“.

Prof. Warschwawski ist sehr von sich selbst überzeugt ("don´t argue me" war öfters zu hören ...) und lässt daher kaum Meinungen der Teilnehmer zu. Sein Vortragsstil ist sehr „ex-catedra“ und deshalb aus meiner Sicht nicht mehr unbedingt state-of-the-art.

Durch diesen sein Stil, mit dem ich mich persönlich schwer tat, ist es für mich nicht ganz einfach den Inhalt des Seminars wirklich objektiv zu bewerten.

Im Großen und Ganzen muss ich schon bestätigen, dass mich der Inhalt dieses Seminars persönlich weiter gebracht hat, auch wenn ich einige der Inhalte bereits aus früheren Weiterbildungen kannte.

Schlussendlich zählt für mich bei jeder Weiterbildung der Inhalt und ob mich das Ganze in meiner persönlichen Entwicklung weiterbringt – und das hat es.

Prof. Warschawski verwendet eine Methode der Visionsfindung, bei der man in die Lage versetzt wird, am Ende des Prozesses, die eigene Vision mit einem (1) Wort (bei manchen klappt es nicht ganz und auch bei mir waren es schlussendlich 3 Begriffe) zu verschriftlichen. 

Ich muss eingestehen, dass mir eine derart komprimierte Form einer schriftlichen Vision noch nie untergekommen ist.

Dieser eine Begriff (oder wie eben in meinem Fall die 3 Begriffe) beschreibt wirklich sehr genau all dass was mich persönlich antreibt und was für mich Sinn ergibt.

Anhand dieser Begriffe kann man im Alltag sehr einfach abzuprüfen, ob die jeweilige Situation mit der eigenen Vision/Haltung konform geht oder nicht.

Der Prozess war wirklich sehr erkenntnisreich und auch spannend und das Ergebnis hat mir wirklich die Augen geöffnet.

Das Fazit für mich aus diesem etwas eigentümlichen Seminar:

  • Lass dich überraschen was das Leben mit dir vor hat.
  • Ab und zu lohnt es sich (mit sich selbst) zu kämpfen.
  • Der Erfolg gibt Prof. Warschawski Recht ;-) auch wenn ich vieles anders machen würde.

Habt auch ihr eigentümliche aber dann doch wertvolle Lehrveranstaltung besucht?

Würde mich über eure Erfahrung freuen.



Last Lecture – was wenn morgen Schluss wäre?

Last Lecture – die Lehren meines Lebens von Randy Pausch ist eines jener Bücher zum Thema Zeit/Life-Management, das mich am meisten berührt hat. Wahrscheinlich auch, weil es jemand geschrieben hat dem nicht mehr viel Zeit blieb.    

Wenn sich jemand wie Randy Pausch zu einem Zeitpunkt Gedanken über die Prioritäten des Lebens macht - und Zeitmanagement ist für mich nichts anderes -  wo dessen Ende schon absehbar ist, verfehlen seine Aussagen die Wirkung nicht.

Immer wieder werden auch die besten Zeitmanager in der täglichen Hektik im Hamsterrad von Dingen eingeholt, die sich immer wieder als dringend aufdrängen und Zeit stehlen wollen – daher auch der Begriff Zeit-Dieb.

Aber im Prinzip und bei genauerer Betrachtung sind diese Dinge meist gar nicht wichtig.

Zwar gibt es im Bereich des Zeitmanagements Tipps und Tricks wie Sand am mehr diesen Zeit-Dieben Herr zu werden, aber der mächtigste aller Hebel ist und bleibt laut mir die Eisenhower-Matrix (hier sehr gut von Ivan Blatter beschrieben).

Wer es schafft Tag für Tag und in jedem Moment sämtlichen Input der auf einen einprasselt anhand der Eisenhower-Matrix einzuordnen, ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Herr seiner Zeit und wird es auch bleiben.

Wie unwichtig viele Dinge sind, die sich immer wieder laut als „dringend“ aufdrängen, würde einem sicher am aller klarsten in dem Moment bewusst, wenn einem plötzlich die eigene Endlichkeit endgültig und unwiderruflich bewusst würde.

Nicht umsonst ist eine beliebte Übung in Zeitmanagement-Seminaren die Übung mit der eigenen Grabrede (schreibe auf, was man von dir am Grabe sagen soll).

Sie ist zwar etwas sarkastisch und manche Teilnehmer fühlen sich auch unwohl dabei, aber wenn das eigene Ende in den Fokus rückt, dann kommt das wirklich Wichtige ans Tageslicht.

Interessant ist die Frage schon, was man mit der verbleibenden Zeit machen würde, wenn man heute erfahren würde, dass man nur noch 1 Woche, 1 Monat oder meinetwegen auch 1 Jahr zum Leben hätte.

Vielleicht nehmt ihr euch ja auch einmal eine kleine Auszeit für diese Übung …

Besonders der eingangs erwähnte Randy Pausch hat dies am eigenen Leib erfahren müssen. Mit 46 Jahren diagnostizierte man Pankreas-Krebs bei ihm und es blieben ihm keine 2 Jahre mehr …

Als amerikanischer Professor, bei dessen Pensionierung eine „Last Lecture“ – eine letzte Vorlesung vorgesehen gewesen wäre, entschied sich Pausch seine „Last Lecture“ aufgrund seiner Diagnose vorzuziehen. In dieser seiner letzten Vorlesung blickt Pausch natürlich auf sein Leben zurück, aber man erfährt dort auch seine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse zum Thema gutes Zeitmanagement. Aus diesem Grund finde ich das Buch zwangsläufig interessant.

Zwar kritisieren einige, dass die Vorlesung und das resultierende Buch zu selbstdarstellerisch, zu amerikanisch etc. ist, aber ich bin der Meinung , dass jemand der im Angesicht des eigenen Todes sich mit diesem Thema beschäftigt, schon Gehör verdient.

Denn ich glaube, dass in einem solchen Moment wirklich alles Unwichtige ausgeklammert wird. 

 

Hier nun Pauschs Erkenntnisse:

 

1.    Zeit muss verwaltet werden, nicht anders als Geld

Für mich die wichtigste Erkenntnis aus diesem Buch. Man ist viel zu großzügig mit der eigenen Zeit, auch weil man immer glaubt, dass man noch sooo viel Zeit zur Verfügung hat. 

Dieses Video der bayrischen Kabarettistin Monika Gruber ist mir immer wieder eine große Hilfe diese Erkenntnis nicht zu vergessen und wirklich das Motto Carpe-Diem zu leben.

Es ist absolut wichtig geizig mit der eigenen Zeit zu!

Lieber bei der Zeit geizig sein als beim Geld. Bringt deutlich mehr Zinsen …

 

2.    Ein Plan lässt sich ändern, jederzeit, aber nur, wenn du überhaupt einen hast.

Auch hier stimme ich Randy Pausch absolut zu. Sicher lebt man auch ohne Plan, aber effektiv ist ewas anderes. Wenn man wirklich wichtige Dinge umsetzen will (Zeit mit den eigenen Kindern, Dinner mit Ehepartner etc.), dann müssen diese geplant werden.

Plant man sie nicht ist im Handumdrehen wieder ein halbes Jahr rum und man hat keines dieser wirklich wichtigen Dinge erledigt.

Warum?

Weil sie eben nicht dringend erscheinen und NUR wichtig sind.

Aber merke dir: Das sind laut Eisenhower eindeutig B-Aufgaben (nicht dringend – aber wichtig).

Und diese werden IMMER irgendwann dringend, wenn man sie nicht plant. (Kinder sind aus dem Haus, Frau fordert Scheidung etc.) 

Für Planungs-Muffel oder jene die Angst haben ihr Leben zu stark zu „verplanen“ gilt Randy Pauschs Aussage: "Ein Plan kann immer geändert werden, aber nur wenn man einen hat …"

 

3.    Frage dich einmal selbst: Verbringst du deine Zeit mit den richtigen Dingen?

Ja, ja so eine Banalität …

Ja sicher, aber ich glaube, dass man sich diese Frage bei limitierter Lebenszeit sicher deutlich öfter stellen würde …

 

4.    Denke dir ein gutes Ablagesystem aus

Unordnung kostet extrem viel Lebenszeit. Trotz Digitalisierung sind sehr viele Unterlagen nach wie vor in Papierform und bei der Suche danach lässt man sehr viel Zeit liegen, bzw. dort liegt großes Potenzial eben mit dem richtigen System.

Ich arbeite hier seit Jahren mit Mappei und bin sehr zufrieden.

 

5.    Überdenke einfach mal die Zeit, die du am Telefon vergeudest

Auch hier erlebe ich in meinem Job sehr oft Old-School vs. Neue Denke.

Sehr viele Manager nutzen fast nur das Telefon als Kommunikationswerkzeug und sind daher viele Stunden am Hörer.

Neue Tools wie Mail, SMS etc. können auch hier – immer wichtig ist der richtige Einsatz in der richtigen Situation - große Zeitsparer und Effizienzbomben sein. 

Manche Sachen – und hier hauptsächlich negative Dinge – sollte man aber nach wie vor per Telefon oder noch besser im persönlichen Gespräch klären.

 

6.    Delegiere

Ausgehend vom Eisenhower-Prinzip ist das Delegieren von C-Aufgaben (dringend aber nicht wichtig) der zweite große Hebel in Richtung Zeithoheit.

Wer richtig delegiert, seinen Mitarbeitern vertraut und ein verlässliches Wiedervorlage-System hat, schafft freie Zeit für sich selbst und für die wirklichen Dinge.

 

7.    Nimm dir eine Auszeit

Ein Therapeut hat zu mir einmal gesagt:

„Sie werden mit Sicherheit nicht der erste Mensch sein, der mit der Geschwindigkeit eines 100m-Läufers einen Marathon läuft“.

Wenn sie ein Sprinter sein wollen, dann braucht es immer wieder Pausen zur Regeneration zwischen den Sprints.

Wer das nicht befolgt – oder wie es Covey nennt „die Säge schärft“ – wird früher oder später den Preis dafür bezahlen.

Burnout lässt grüßen, denn 40 Jahre on the job ist einfach eine verdammt lange Zeit.

 

Einige werden obige Tipps wie gesagt als banal abtun, aber Zeitmanagement ist ja auch banal.

Das Schwierige daran ist sich täglich daran zu erinnern sein Wissen auch anzuwenden.

 

Gerne lese ich eure Tipps zum Zeitmanagement in den Kommentaren!

Flugangst – mir hilft Schreiben

Aviophobie ist der Fachausdruck für das Phänomen der Flugangst bei dem laut Wikipedia schweißnasse Hände, flache Atmung und Übelkeit symptomatisch sind und unter dem ein recht großer Teil der Weltbevölkerung leidet – auch ich gehöre dazu und habe immer wieder Scheißangst.

Immer wieder und für mich leider überhaupt nicht vorhersehbar überfällt mich Flugangst. Da ich zum einen beruflich recht oft den Flieger nehmen muss, aber auch privat sehr gerne verreise, gibt es im Laufe eines Jahres eine Vielzahl von Möglichkeiten wo diese Plage eine Chance kriegt, meine Lebensqualität einzuschränken.

Es wurde zwar im Laufe der Jahre besser, auch vielleicht weil ich mich eben immer wieder dieser Angst stellen muss/will, aber ganz weg ist sie nach wie vor nicht.

In all den Jahren habe ich alle möglichen Mittel und Wege ge- und versucht, diese Ur-Angst in mir den Griff zu kriegen.

In einer Flugangst-Studie aus dem Jahr 2007 gaben der größte Teil der Befragten an, dass es die Angst vor dem Ausgeliefertsein (61,2%) sei. Auch ich erkläre es mir damit, dass ich mich generell schwer tue, jemanden zu vertrauen und gerne stets selber das Heft in der Hand habe.

Besonders unangenehm ist es für mich, dass das Auftreten einer solchen Panikattacke bei mir keiner für nachvollziehbaren Logik zu folgen scheint.

Manchmal absolviere ich 2-3 Flüge ohne Schwierigkeiten und ich denke schon: „Nun hast du es drauf …“ und schon beutelt mich beim nächsten Flug wieder eine ordentliche Attacke.

Start und Landung sind natürlich immer mit leichten Schweiß-Händen verbunden, aber ist erst einmal die Reiseflughöhe erreicht, genieße ich den Flug im Normalfall sogar.

In dieser Phase des Fluges herrscht im Flugzeug dann eine Geräuschkulisse, die mich sogar sehr fokussiert und produktiv sein lässt. 

Die Gründe dafür beschreibt beispielsweise auch Gail Hyatt (die Frau von Michael Hyatt) hier sehr gut. 

Da ich für mich festgestellt habe, dass der Flugangst wie den meisten Ängste nicht mit rationalen Argumenten beizukommen ist, gilt es hier sich zum Teil selbst zu überlisten. 

In den diversen Seminaren gegen Flugangst wird einem empfohlen, sich über Musik oder ein gutes Buch abzulenken. Wenn eine Attacke in mir hoch kommt, dann hilft mir weder das eine noch das andere, obwohl ich sehr gerne Musik zum Entspannen höre und sehr gerne ein gutes Buch lese. 

In solchen Phasen ist der Stresspegel dann schon so erhöht, dass meine Gedanken immer nur noch um die Angst vor der Angst kreisen und ich meine Gedanken nicht über Musik oder Lesen steuern kann.

Was mir aber definitiv hilft ist Schreiben.

Meist zücke ich schon vor dem Start mein iPad mit Tastatur und wenn ich das Gefühl habe, dass die Flugangst aufkommt, tippe ich wie verrückt einen Text in meinen IPad. 

Tippen von Texten scheint mein Gehirn dann doch so zu fesseln, dass die Gedanken an die Angst verdrängt werden. Sind es in einer stärken Panikphase eher sinnfreie Texte die ich in mein iPad hämmere, kann ich dann – wenn das Ganze etwas abgeklungen ist – meist schon wieder ganz gut Ideen für meinen Blog ausformulieren.

In Kombination mit guter Musik gelingt es mir dann wirklich sehr gut meine Angstgeister raus dem Kopf zu verjagen. Und meist sind sie dann auch genauso schnell wieder weg, wie sie gekommen sind.  

Weitere Maßnahmen die im Laufe der Zeit für mich entdeckt habe, wären:

1.    Stress-Level generell tief halten

Immer wieder wird empfohlen eine Flugreise nicht bereits gestresst anzutreten. Das ist sicher richtig und wichtig und auch ich versuche meist gut ausgeruht meine Reisen anzutreten. Wenn es möglich ist plane ich am Reisetag auch noch eine kurze Sporteinheit ein, denn Sport ist eine große Hilfe den eigenen Stress-Level zu reduzieren. 

2.    Meine Flug-CD

Vielen Fluggästen macht genau so wie mir die viele Technik an Bord Angst. Auch ich hatte bei meinen ersten Reisen großen Bammel vor den unterschiedlichen Geräuschen die man hört oder auch nicht hört (Gleitflug). Hier ist sehr hilfreich sich ein bißchen mit der Technik vertraut zu machen. Es hilft schon zu wissen, dass in jedem Flugzeug jedes wichtige Gerät 3-fach oder oft auch 4-fach vorhanden ist. Ich habe hier die Hör-CD „Flugangst. Endlich wieder entspannt fliegen“ sehr geholfen. 

3.    Ein Blick auf die Wahrscheinlichkeit    

Das Argument vom "sichersten Fortbewegungsmittel" wirkt bei mir null und nada. 

Dieses Video auf Youtube jedoch, bei dem jeder Leucht-Punkt 1 Flugzeug im weltweiten Flugverkehr innerhalb von 24h darstellt, gibt dann selbst mir ein Gefühl für die Wahrscheinlichkeit und somit wieder ein Stück mehr Sicherheit. 

Wenn man sieht wieviel Flieger Tag für Tag unseren Himmel bevölkern, dann wird auch jemanden mit Flugangst klarer, dass es sehr (sehr, sehr) unwahrscheinlich ist, dass etwas passiert.

 

Leidet auch von euch jemand an Flugangst?

Wie geht ihr damit um?

Freue mich über eure Kommentare.

 

 

 

Mind like a water – besonders wichtig vor dem Urlaub

David Allen mit seinem GTD-Konzept hat den Begriff von „mind like a water“ geprägt. Damit ist gemeint, dass man dank guter Planung verhindert, dass das eigene Gehirn als Speicher für Erinnerungen und To-Dos missbraucht wird.

Nie ist das wichtiger als vor dem wohlverdienten Sommerurlaub.

Unsere heurige Destination - Die Ostsee

Vergangene Woche war es wieder soweit und ich freute mich mächtig auf meinen Sommerurlaub. Da das Geschäftsleben natürlich auch in meiner Abwesenheit weiterläuft, gilt es hier sich ein System zurecht zulegen, damit Kunden auch in meiner Abwesenheit betreut und Projekte weiter verfolgt werden. Hierzu habe ich mir mit den Jahren eine Checkliste zurechtgelegt für die Woche vor dem Urlaub. 

Ähnlich einem Pilot vor dem Start gehe ich eine Woche vor meinem Urlaubsbeginn diese Checkliste Schritt für Schritt durch.

1.    Lose Fäden finden und übergeben

Am Montag vor Urlaubsbeginn ist es für mich wichtig alle offenen Projekte und Leads zusammen zu schreiben. Was man schreibt das bleibt und hilft wie immer den Kopf frei zubekommen. Für jeden Punkt auf der Liste entscheide ich wer in meiner Abwesenheit dieses Punkt betreuen soll. Jede diese Person erhält von mir eine ausführliche Mail mit allen wichtigen Punkten und genauen Anweisungen wo eventuelle Unterlagen zu finden sind.

2.    Wichtige Kontaktpersonen (Kunden, Mitarbeiter Partner) informieren

Am Mittwoch ist dann der Tag an dem ich alle für mich wichtigen Kontaktpersonen vorab davon informiere, dass ich in den nächsten Wochen im Urlaub sein werde. Sollten für jene Personen noch wichtige und dringende Dinge offen sein, die sie nur mit mir klären können, haben diese Personen die nächsten 2 Tage Zeit mich zu kontaktieren und eventuelle Themen noch vor meiner Abreise mit mir zu klären.

3.    Wo sich Unterlagen finden

Um eine ordentliche Urlaubsvertretung gewährleisten zu können muss die jeweilige Person natürlich auch Zugang zu meinen Unterlagen haben. In elektronischer Form ist dies auf dem Firmenserver gespeichert. Alle Unterlagen in Papierform werden mittels Mappei-System verwaltet und ist daher klar strukturiert und auch für eine Urlaubsvertretung gut auffindbar. 

4.    Alle Mail-Accounts deaktivieren und private Mailadresse für Notfälle

Während meines Urlaubs werden alle Firmen-Accounts auf meinen zur Zeit 3 Devices (Blackberry, Ipad und Macbook) komplett deaktiviert, sodass ich durch meine Neugier gar nicht erst in Versuchung geführt werden kann mich mit beruflichen Mails zu beschäftigen. Meine Assistentin hat im Büro vollen Zugriff auf meinen beruflichen Mail-Account und entscheidet eigenhändig nach dem Eisenhower-Prinzip (DO, DELEGATE, DEFERE, DELETE) was mit den eingehenden Mails passieren soll.

Sollte eine Mail wirklich wichtig und dringend sein und es in der Firma niemanden außer mir gibt, der eine Entscheidung dazu treffen kann, wird diese Mail an eine private Mailadresse weitergeleitet, was jedoch maximal 2-3 Mal während meines Urlaubs notwendig ist. Dieser Account wird von mir 1x täglich überprüft und das reicht vollkommen. 

5.    Abwesenheits-Assistent aktivieren

Der Abwesenheitsassistent wird aktiviert und im automatischen Antworttext wird höflich darauf hingewiesen, dass in meiner Abwesenheit meine Mails nicht bearbeitet werden.

Never. 

Jeder der mir in meiner Abwesenheit eine Mail schickt wird aufgefordert meine Mitarbeiter zu kontaktieren und mit ihnen einen Lösung zu finden. Und da ich sehr gute Mitarbeiter habe funktioniert das zu 99%

Für Einzelkämpfer ohne Mitarbeiter ist die Geschichte von der Abwesenheitsnachricht von Ivan Blatter eine Möglichkeit. Klingt für mich etwas riskant, denn viele Leute fühlen sich furchtbar wichtig ...

6.    Handy auf lautlos

Während meines Urlaubs wird mein Handy nicht abgeschaltet sondern auf lautlos gestellt. Dadurch sehe ich mich abends wer mich untertags kontaktiert hat. Dadurch bin ich zum einen privat erreichbar. Zum anderen kann ich meinem Büro kurz Bescheid geben, dass man einen Rückruf organisiert.

Rückrufe wegen schlechtem Gewissen so wie frühere mache ich heute kaum noch. Warum auch – es sind ja alle wichtigen Personen vorab informiert worden, dass ich in meinem wohlverdienten Urlaub bin.

Noch vor Jahren war es absolut normal, dass ich mehrmals während meines Urlaubs mit meinem Büro oder auch mit Kunden telefonierte. Dank meiner Checkliste gehört, das Gott sei Dank seit einigen Jahren der Vergangenheit an. 

Seit dem bedeutet Urlaub für mich Entspannen, Abschalten und Akku wieder voll aufladen.

Mit welchen Tricks schafft ihr es euren Urlaub wirklich zu genießen?

Freue mich auf eure Kommentare.

 

 

 

Rule 15

Schon seit einigen Jahren ist es mir dank diverser Tipps zum Selbstmanagement gelungen, durchaus gut gefülltes Leben - ich habe nicht weniger als 7 Lebensrollen für mich identifiziert - besser zu organisieren.

Stephen R. Covey und Michael Hyatt waren hier sicher jene Personen, die mich am meisten geprägt haben. 

Besonders Coveys „Big Rocks First“ und die daraus resultierende „Ideal Week“ von Michael Hyatt sind nun schon Jahren Hilfsmittel, die mich in meiner Planung unterstützen. Dank dieser beiden Methoden hat das Dringende aber nicht Wichtige weniger Chance in mein Leben einzudringen und erhält daher eindeutig weniger Gewicht. Die wichtigen Dinge die aufgrund dessen dass sie im Moment nicht dringend sind (Familie, Freunde, meine Gesundheit) werden durch diese beiden Ansätze immer wieder in den Fokus gerückt und erhalten dadurch jenen Stellenwert den sie in meinem Leben habe sollen.

Da aber trotz guter Vorausplanung immer wieder scheinbar wichtige Terminanfragen aus meinem beruflichen Umfeld aber fast noch mehr aus meinem ehrenamtlichen Bereich eintrudeln, habe ich für mich noch ein weiteres Hilfsmittel entdeckt - meine Rule 15.

Rule 15 - was ist denn das?

Meine Rule 15 lautet, dass ab dem 15. des laufenden Monats im Prinzip das Folgemonat für weitere Termine geschlossen ist.

Ab diesem Zeitpunkt wird jede Terminanfrage noch viel intensiver als sonst durch die Eisenhower-Matrix (siehe hier bei Ivan Blatter) gejagt und wenn wir die Anfrage wichtig erscheint, darauf geprüft ob sie wirklich im Folgemonat stattfinden muss oder ob es eine Möglichkeit gibt, diesen Termin nach hinten über den nächsten Monat hinaus zu schieben.

Mir hilft diese meine Rule 15 wirklich sehr, da mir so mental immer wieder bei jeder neuen Terminanfrage in den Fokus gerückt wird, dass ein Monat im Prinzip schon ZU ist.

Um nach dem 15. d.M. einen Termin zu bekommen, braucht es wirklich triftige Gründe, besonders im beruflichen Bereich. Ab diesem Datum haben bei mir dringende Termine aus dem privaten Bereich eindeutig eine Vorzugspur.

 

 

 

 

 

Weihnachten ... eine Zeit zum Nachdenken

Die Zeit um Weihnachten ist eine Zeit die ich immer sehr genieße. Ich versuche in den letzten Jahren diese Zeit wirklich als "Stille Zeit" zu organisieren und mich dem allgegenwärtigen Konsumrausch und der damit einhergehenden Hektik zu entziehen.

In diesen Tagen verbringe ich sehr viel Zeit zum einen mit mir selbst und zum anderen mit meinen Lieben. 

Obwohl uns hier in Südtirol Frau Holle heuer sehr lange auf ihre weiße Pracht warten lässt und noch immer sehr wenig Schnee liegt, konnte ich heute früh eine tolle Wanderung ganz alleine in doch etwas angezuckerten Landschaft unternehmen und über ich und über mein Leben nachdenken.

Mit dabei war mein Ipod auf dem ich wieder einmal einen sehr inspirierenden Podcast von Claudia Stöckl hören durfte. Die Moderatorin sprach dabei mit Pfarrer Wolfgang Pucher und die von ihm gegründeten Vinziwerke in Österreich.

Berührt hat mich vor allem sein Hinweise, dass Menschen sehr wohl für die "schöne" Armut spenden. Bei der "grauslige" Armut, aber meist wegschauen. 

Und dazu passt als Geschenk von mir an euch auch die Geschichte im Bild unten: Gott sagt ja zu uns Menschen - gerade auch dort wo es dunkel uns zugig ist - in den Ställen des Lebens.

Ich wünsche euch allen einige ruhige Tage gemeinsam mit euren Lieben und vielleicht denken wir alle ab und zu daran, dass es viele Leute gibt, denen es nicht so gut geht wie dem Großteil von uns.

Bin ich im Flow und wenn ja wieviele ?

Wieder einmal ist es ein Aufruf zu einer Blog-Parade, der meinen nächsten Artikel entstehen lässt. Karl (www.lebenskünstler.at) hat mich mit einem sehr netten Mail dazu eingeladen mir Gedanken zum Thema „Flow“ zu machen.

Wer nicht weiß, was es mit dem Terminus Flow auf sich hat, hier wird das Thema sehr gut und klar erklärt.

Flow ist für mich ein Zustand wo ich die Welt um mich herum vergesse und wo mein persönlicher Produktivitätslevel am höchsten ist. 

Nachdem Effektiviät und Effizienz und die daraus resultierende Produktivität wichtige Themen in meinem Leben sind, sind es genau jene Momente wie sie von Csikszentmihalyi (ein gewaltiger Nachname …) definiert wurden, die sich extrem gut anfühlen.

Aber sie sind leider sehr selten … denn meine Welt ist hektisch, meist im Information-Overflow und es gibt meist viel zu viele (interessante) Dinge zu tun, als Zeit zur Verfügung steht.

Aber dann gibt es sie dann doch wieder diese phänomenalen Flow-Momente …

Und weil dem so ist, habe ich als Blog-Titel eine Abwandlung des Bestsellers von Richard David Precht gewählt.

Wie ist dann eigentlich bzw. muss es denn sein, dass ich in den Flow reinkomme:

Körperliche Fitness

Ich für mich habe festgestellt, dass sich Flow-Momente meist dann einstellen, wenn ich mich kurz vorher körperliche ertüchtigt habe. Ein längerer, flotter Spaziergang oder ein kurzes Jogging scheint wirklich für die nötige Hirndurchblutung zu sorgen, dass mein Kopf einen Flow zulässt. 

Ganz besonders hilfreich ist dies auch deshalb, da ich bei einer Sporteinheit meinen Kopf komplett befreie und somit die vielen Gedanken die sonst so in meinem Kopf kreisen, für kurze Zeit verschwinden. Und das ist laut meine wichtige Bedingung für Flow.

Richtiges Setting

Was der größte Feind des Flows?

All die Ablenkungen die das moderne Leben so für uns bereit hält. Facebook, Twitter und Konsorten und das World Wide Web generell sind immer wieder Sirenen die einen rufen um einen aus dem Flow zu werfen. Am besten merke ich das beim Bloggen selbst.

Bloggen ist eine jener Tätigkeiten die ich fast nur im Flow machen kann. Bloggen geht nicht so nebenbei. Und da ich leider nicht diszipliniert genug bin, dass ich in meinen Muse-Momenten obigen Ablenkungen verschließe, komme ich nicht auf jene Blogging-Regelmäßigkeit die ich gerne hätte. 

Diesen Artikel schreibe ich gerade in einer sehr angenehmen Sitzposition (sehr wichtig) in meinem angenehm beheizten Wohnzimmer. Zwar schauen meine Frau und mein Sohn gerade den ersten Super-G der heurigen Weltcup-Saison in Lake Louise (CAN), aber dank meiner Kopfhörer, aus welchen ich ruhige Piano-Musik genieße, werde ich davon nicht abgelenkt. 

Meine Lieblinge

Flow entsteht bekanntlich meist bei Aufgaben die man gerne macht, die einem liegen.

Ganz besonders oft erreiche ich Flow bei der Erstellung von Präsentationen in Keynote bzw. Powerpoint.

Da ich selbst bei diversen Tagungen die Erfahrung gemacht habe, welch große Unterschiede man bei Speakern und deren Präsentationen vorfindet, bin ich stets darauf bedacht meine Präsentationen so vorzubereiten, dass sie sich beim Zuhörer verankern und in Erinnerung bleiben.

Immer wieder gilt es sich dabei in den Zuhörer/Kunden hinein zu fühlen und zu überlegen mit welchen Bildern und Inhalten man ihn für das Thema begeistern könnte.

Nicht zu viel und nicht zu wenig, beschreibt den schmalen Grat einer guten Präsentation sicher am besten.

Ein weiteres Thema bei denen des öfteren Flow entsteht ist die Recherche zu meinen Lieblingsthemen Effektivität, Work-Life-Balance und Produktivität. 

Eine ständige Verbesserung in diesen Bereichen ist mir wichtig und immer wieder erschließen sich mir im Web Quellen der Inspiration. Und wenn ich dann auf Blogs oder Podcasts stoße die mich weiterbringen, dann vergeht die Zeit wie im Fluge.

Bloggen ist wie gesagt auch etwas das ich sehr gerne mache, aber es fehlt mir leider (noch) öfters die nötige disziplinierte Herangehensweise.

Und dann gibt’s den Flow natürlich sehr oft dann, wenn wir Menschen uns in unserem ursprünglichsten Zustand befinden beim Liebespiel … ;-) aber das ist eine andere Geschichte.

Und was hilft sonst noch um Flow zu erreichen?

Manchmal eine knackige Deadline :-)

Bestes Beispiel ist dieser Artikel als Beitrag zu Karls Blogparade. Karl hat mich zwar bereits am 21. Oktober eingeladen und in seinem sehr sympatischen Mail stand klar und deutlich, dass die Blog-Parade bis zum 30. November läuft.

Und nun ist es Sonntag, der 30. November – 19:49 Uhr und mein heutiger Artikel geht in Kürze online.

Ich hoffe auf viele Anregungen von Blogger-Kollegen wie man Flow noch besser und öfter (effizienter) erreichen kann, weil ich einfach gerne hochproduktiv bin.

Und auf viele Kommentare von euch, ob ihr im Flow seid und wenn ja wie viele … ;-)

 

Suche nach einem (neuen) Trusted System

Vor ca. 6 Jahren bin ich auf David Allen und sein System zur Selbstorganisation GTD - Getting Things done - gestoßen. 

Das GTD-System hat weltweit mittlerweile eine Vielzahl von Anhängern und auch ich selbst kann bestätigen, dass sich mein gefühlter Stress deutlich reduziert hat, seit ich meine Abläufe mit diesem System organisiere.

Ein ganz wichtiger Aspekt bei GTD ist, dass unser Gehirn zwar ein fantastisches Wunderwerk der Natur ist, aber eben ganz klare Schwächen in der Informationsspeicherung hat.

Vieles in unserem Alltag das unsere Aufmerksamkeit weckt, wird zwar mehr oder weniger gut von unserem Gehirn abgespeichert, aber was anscheinend in der Programmierung dieses Organs vergessen wurde, ist eine Funktion, die dieses Wissen genau im richtigen Zeitpunkt wieder in unser Bewusstsein zu bringen.

Da das Gehirn anscheinend nicht in der Lage ist zu wissen, wann der richtige Zeitpunkt ist, eine Information aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein zu bringen, poppen immer wieder Informationen auf, auch dann wenn wir mit diesen Informationen im jeweiligen Moment nichts anfangen können. 

So kommt es zu den bekannten und für mich sehr stressigen "Das darf ich auf keine Fall vergessen" - Situationen ... wer kennt sie nicht.  

Ersatz schafft hier das von David Allen als TRUSTED SYSTEM definierte Helferlein, mit dem ich meinen Kopf von seiner nicht sonderlich gut ausgeprägten Speicher- und Wiedervorlage-Funktion befreie und all meine Aufgaben, Gedanken, Ideen, Pläne, Wünsche in ein eigens dafür kreiertes System bringe.

In einem ersten Schritt sieht das GTD-Konzept vor, dass man sämtliche Gedanken die im Gehirn gespeichert sind aus dem Kopf befreit und in ein System (analog oder digital) nieder schreibt.

Dazu ist es natürlich wichtig, dass man sich ein System sucht, dem man blind vertrauen kann, das nie ausfällt und immer zur Verfügung steht.

Denn diesem System muss man dann bedingungslos vertrauen, da man ja anschließend den Gedanken komplett aus dem Gehirn schmeisst und dort auch vergisst bzw. vergessen soll.

Nach diesem ersten "Raus aus meinem Kopf"-Schritt der extrem erleichtert und von Stress befreit, soll dieses System natürlich vor allem oben beschriebene Funktion haben, mir diese meine Aufgaben, Ideen, Pläne, Wünsche genau dann wieder ins Bewusstsein zu bringen, wenn auch mein Umfeld so ist, dass ich diesen Input richtig und effizient verarbeiten kann.

Das beste Beispiel sind für mich hier immer wieder die Batterien für mein Küchenradio. Ohne Trusted System mit optimierter Wiedervorlage weisst mich mein Gehirn immer wieder in regelmäßigen Abständen darauf hin, dass ich diese kaufen muss, da sie leer sind.

Ganz ganz sicher aber nicht genau in dem Moment wo ich im Geschäft vor dem Regal mit den Batterien stehe ... und ich kehre dann meist nach Hause zurück und ärgere mich, dass mich mein Gehirn nicht erinnert hat und ich die Batterien wieder nicht gekauft habe. 

Um mich dieses Problems und den daraus folgenden Stressfaktoren ein für alle mal zu entledigen habe ich mir persönlich bereits vor 5-6 Jahren, als ich das Konzept von David Allen kennengelernt habe mein System gesucht und dieses auch für mich in digitaler Form (ich träume nach wie vor vom papierlosen Büro :-) mit den Werkzeugen Microsoft Outlook und Evernote gefunden. 

Alles was ein Termin bzw. eine Aufgabe mit Fälligkeit war, kam in Outlook. Alle Gedanken und Ideen in Evernote.

Wie mein Blogger-Kollege Stephan List war/bin auch ich ein glühender Verfechter von einer digitalen GTD-Lösung im Outlook.

Warum Outlook?

Gerade was die Mobilität anbelangt (nahtlose Integration mit meinem Blackberry und Ipad) war meine Lösung über Outlook/Exchange auf dem PC super, arbeitete reibungs- und problemlos 24/7 und deshalb kamen andere Insellösungen die es am Markt für den PC gab (WunderlistToDoIst, RememberTheMilk, etc.) für mich nicht in Frage und wurden von mir links liegen gelassen.

Da in meinem Leben sehr viel via Mail abläuft, war und ist für mich ein besonders wichtiges Feature sehr rasch und effizient aus Emails Tasks/Aufgaben zu machen.

Der integrierte Ansatz (Mail, Tasks, Kalender und Kontakte in einem Programm) von Microsoft Outlook ist da natürlich ein sehr gutes Konzept.

Wenn ich nun aber schon seit Jahren das System gefunden habe das für mich passt, dann müsste ich ja eigentliche heute nicht über dieses Thema schreiben - noch dazu mit dem Titel "ein neues Trusted System" ... frei nach dem Motto: Never change a running system ...

Ja was ist denn da passiert ? 

Ich bin auf Mac umgestiegen ... (ja es gibt eben auch Negatives zu berichten :-)) und hier sieht die Welt nun etwas anders aus. 

Wie man ja weiß, ist die Liebe zwischen Microsoft und Apple nicht extrem groß und so ist es nicht verwunderlich, dass die Einbindung von Microsoft Outlook in der Mac-Welt nur suboptimal ist. 

Zum Glück musste ich mir für den Bereich der nicht terminierten Gedanken und Ideen kein neues System suchen, da Evernote auch am MAC einwandfrei funktioniert

Im Bereich Termine und Fälligkeiten/Tasks hingegen war Handlungsbedarf.

Warum verwende ich dafür nicht weiter Outlook am Mac?

Ein Hauptgrund war, dass aus oben beschriebener Nicht-Liebe zwischen Microsoft und Apple man entweder die Wahl hat ein veraltetes Office for Mac zu verwenden, dem viele neue Office-Funktionen fehlen oder man über ein Virtualisierungs-Tool eine Windows-Umgebung simuliert und darüber dann ein "richtiges" Windows-Office laufen lässt.

Ich habe mich für einen Versuch mit Variante 2 entscheiden und in den letzten Wochen mittels Paralells Desktop for Mac in der letzten Version 10 ein reguläres Office 2013  (hier vor allem auch die Programme Excel und Word) genutzt.

Die Performance ist aber nicht unbedingt 100%ig so wie ich mir das vorstelle und nach mehreren Wochen der Benutzung muss ich sagen, dass ich leider nicht komplett zufrieden bin.

Der zweite Hauptgrund war, dass Mac OS für die Bereiche Mail und Kalender die effizienteren und eleganteren Lösungen (mit ein Grund für meinen Umstieg) anbietet.

Im Bereich der Aufgaben jedoch - und dieses sind im Rahmen meines Trusted Systems für mich immens wichtig - lass die Bordmittel con Mac-Os zu wünschen übrig.

Und nun war guter Rat teuer, wenn eben Outlook aus dem Rennen war..

Aus diesem Grund habe ich mir in den letzten Wochen die 3 großen Player am Markt angesehen:

 

Und hier scheiden sich im Web die Geister bei den Experten.

Mein Mac-Coach Nicolai Wirth ist ein überzeugter Nutzer von Omnifocus. Mir war das Programm zu kompliziert, speziell was das Thema Startdatum und Fälligkeit bei einem Task anbelangt.

Generell wird Things und Omnifocus vorgeworfen, dass sie viel zu selten upgedatet werden und somit dem State-of-the-Art hinterher hinken.

Mein Test von Things bestätigte auch bei mir diesen Eindruck.

Ich selbst bin daher nun seit ein paar Wochen bei Nozbe gelandet.

Nozbe ist ein Start-Up aus Polen (ja es muss nicht immer Silicon Valley sein :-)).

Die Leute von Nozbe sind meines Erachtens sehr innovativ und decken viele Plattformen ab (PC, Mac, iOS, Blackberry, Windows Phone) und entwickeln sich ständig weiter.

Besonders gespannt bin ich auf die Version 2.0, welche in den nächsten Wochen definitiv freigegeben werden soll und welche eine komplett neue, frische Oberfläche im Angebot haben soll.

Was gefällt mir an Nozbe nicht?

Da ist zum einen das Lizenzmodell. Ich bevorzuge es ein Programm einmalig zu kaufen und dann selbst entscheiden, ob ich nächste Updates kaufen will. Nozbe hingegen setzt auf ein monatliches/jährliches Mietmodell.

Zum anderen fehlt mir die Möglichkeit eine Mail direkt in die Task-App zu ziehen wie ich dies aus Outlook kenne. Das scheint es aber bei keinem Anbieter zu gehen. Viele Anbieter (auch Nozbe) gehen den Weg einer Weiterleitung der Mail an eine Nozbe-Adresse, welche das Mail dann in eine Task umwandelt. Für mich leider etwas umständlich.

Auch nicht ganz optimal ist für mich, dass es in Nozbe keine Priorisierung der Tasks auf der jeweiligen To-Do-Liste gibt. Das ist für meine Übersicht nicht optimal. Auch die Filtermöglichkeiten würde ich gerne noch etwas optimiert sehen.

Blogger-Kollege Lars Bobach hat hier beschrieben wie er sich organisiert. Er setzt auf das System ToDoIst. 

Das System erscheint mir sehr ähnlich wie Nozbe (auch Mietmodell, auch Taskserstellung via Mail etc.) und somit für mich zur Zeit keine wirklich bessere Alternative.

Bobach scheint sich vor einiger Zeit auch mit Nozbe beschäftigt zu haben und dort scheint das System noch sehr "buggy" gewesen zu sein.

Das kann ich heute absolut nicht mehr feststellen. Da scheint Nozbe viel gemacht zu haben, was ja für das Unternehmen spricht. 

Abschließend kann ich sagen, dass ich im Bereich der Aufgabenverwaltung in meiner schönen neuen Mac-Welt noch nicht dort bin, wo ich bereits am PC war und natürlich wieder hin will.

Daher geht meine Suche sicher weiter.

Meine Hoffnung liegen wie gesagt zum einen in der Version 2.0 von Nozbe die in Kürze herauskommen soll, aber auch im für Herbst 2014 angekündigten Release von Microsoft Office 2014 für Mac.

Mal schauen ob es dort dann für mich nicht wieder eine Rückkehr zu Microsoft Outlook kommt ..

Welche Systeme/Tools nutzt Ihr um euren Kopf zu befreien und sicher zu gehen, dass ihr nichts vergesst?

Freue mich auf eure Kommentare!

 

 

 

 

 

 

 

Meine 3 wichtigsten Produktivitäts-Tools

Wenn man sich mit dem Thema Produktivität auseinander setzt, dann wird man immer wieder gefragt welche Tools man so nutzt, um die eigene Produktivität und Effizienz zu steigern. 

Heute stellt diese Frage der Schweizer Produktivitäts-Trainer Ivan Blatter, welcher in diesen Tagen eine sogenannte Blogparade unter obigen Titel ins Leben gerufen hat.  (hier gehts zu Ivans Startartikel ...)

Was ist eine Blogparade?

Eine Blogparade ist ein Aufruf von einem Blogger an seine Leser (und wiederum Blogger) einen Artikel zu einem bestimmten Thema zu schreiben. Die einzelnen Artikel werden dann auf dem Blog des Initiators veröffentlicht. Dadurch kommt es zu einem regen Austausch in der Blogger-Szene und man erhält eine Vielzahl von Meinungen und Ideen zu ein und dem selben Thema. Laut mir die moderne (und in diesem Fall sehr sinnvolle) Variante zum altbekannten Kettenbrief.

 

Gerade produktive Menschen sind ständig auf der Suche nach Verbesserung und da bekanntlich die Nachfrage das Angebot bestimmt, hat sich in den letzten Jahren ein riesiger Angebots-Markt an Tools und Hilfsmitteln entwickelt. 

Da ich ich selbst einer dieser Spezies bin und mich ständig darüber informiere, welche Helferlein es da so geben könnte, weiss ich, dass es am aller wichtigsten ist, sich hier zu limitieren.

Limitieren (Nein-Sagen) um nicht zu viel der ohnehin beschränkten eigenen Zeit in den Untiefen des Web zu verbringen und man am Ende genau das Gegenteil erreicht. 

Um hier nicht den Überblick zu verlieren, ist es wichtig in regelmäßigen Abständen innezuhalten und sich zu überlegen, welche Tools einen wirklich weitergebracht haben und welche man gut und gerne wieder über Bord werfen kann, da sie einfach nicht hilfreich sind/waren.

Da ich der Meinung bin, dass man eh nicht mehr als 5 plus/minus 2 Dinge jeweils beherrschen kann, habe ich mir heute mal überlegt, welche die 3 Produktivitäts-Tools für mich die absolut wichtigsten sind.

Und hier nun meine 3 absoluten Evergreens in meiner Toolbox  ...

Podcasts

Podcasts sind für mich mittlerweile DIE Informationsquelle schlechthin. Und da Information, Weiterbildung und Veränderung aus meiner Sicht DIE Basis für ein produktives Leben sind, sind Postcast auch mein absolut wichtigstes Tool im Bereich der Produktivität.

Da ich beruflich sehr viel im Auto unterwegs bin (oft 5-6 Stunden am Stück - das Rohkonzept zu diesem Artikel entstand auch wieder im Auto) hat der Podcast für mich schon fast das Buch als Informations- und Lernmedium überholt. 

Es sind zur Zeit nicht sehr viele Podcasts die ich abonniert habe und regelmäßig höre. Die  Gründe dafür sind zum einen, dass ich nicht den Überblick verlieren möchte und zum anderen, dass ich deutschsprachigen Bereich momentan noch nicht allzu viele hörenswerte Podcasts entdeckt habe.

Umso mehr freue ich mich immer auf die neuen Episoden dieser Podcasts:

  • Ivan Blatter (natürlich ;-) und seine Ideen zum modernen Zeitmanagement

  • Markus Cerenak - ein rebellischer Wiener mit echtem Schmäh der uns alle noch aus dem 9to5 Hamsterrad bringen wird ... legendär sein Spruch und mittlerweile so etwas wie mein tägliches Mantra: "Lass es dir gut gehen!"

  • Holger Grethe mit seinem Zendepot: Ein Arzt aus Düsseldorf der in sehr gelassener und unspektakulärer Art Hilfestellungen im Bereich der Vermögensbildung gibt.
  • Frühstück beim mir - Die Kultsendung am Sonntag vormittag auf DEM österreichischen Sender Ö3 (Wir Südtiroler hören immer wieder gern über die Grenze ...). Claudia Stöckl interviewt hier immer wieder sehr interessante Menschen und man lernt dadurch sehr viel wie andere Personen und Persönlichkeiten ihr Leben geregelt kriegen.

 

Und last but not least natürlich Michael Hyatt.  Michael ist glaube ich für viele Blogger generell aber für Leute wie mich, die für die Themen Produktivität und Leadership brennen im Speziellen ein absolutes Vorbild. Da ich von Michael sehr viel lernen kann, ist sein Podcast ein wirklicher Dauerbrenner im Auto.

Auch noch erwähnen möchte ich natürlich hier auch die engen Verwandten des Podcasts - die Hörbücher. Die Hörbücher von Stephen R. Covey (7 Habits oder der 8. Weg) sind für mich auch stete nützliche und hilfreiche Begleiter auf meinen langen Autofahrten. 

Das tolle an Podcasts und Hörbüchern ist aus meiner Sicht, dass man sie immer und immer wieder hören kann und immer wieder neue Ansätze lernen kann. 

Deshalb mein Produktivitätstool Nr. 1 .... Podcasts und Hörbücher

Meine Laufschuhe

Leider habe ich in meiner Kindheit und Jugend zu wenig Fokus auf Sport gelegt (oder viel mehr gelegt bekommen - Erziehung!) und bin daher nicht der Sportlichste.

Vor einigen Jahren habe ich hier jedoch versucht eine Änderung herbeizuführen und dem Thema körperliche Bewegung mehr Zeit und Raum in meinem Leben zu geben.

Natürlich ist der Schweinehund bei mir immens, aber wenn die Laufschuhe geschnürt sind und ich "on the road" bin, dann gibt mir das immer wieder direkt einen "Produktivitäts-Boost".

Während ich im Büro oft bei den diversen Anforderungen nicht vom Fleck zu kommen scheine, so ist die Bewegung ein immenser Lösungs-Lieferant. Es ist mir schon passiert, dass ich von einem Lauf nach Hause kam und die neue gute Idee leider aus dem Gehirn (schwache Speicherfunktion) schon wieder entfleucht war. Eine Vielzahl von guten Lösungen für meinen Job sind während einer Sporteinheit entstanden.

Die bessere Versorgung mit Sauerstoff und die bessere Durchblutung scheint hier unser/mein Gehirn zu Höchstleistungen zu bringen.

Aufgrund dieser Erfahrung versuche ich so oft als möglich mich auch oft nur 10 min. zu bewegen. 

Deshalb mein Produktivitätstool Nr. 2 ... meine Laufschuhe

Die i-Äpfel

Mein Erfahrung mit den Geräten aus dem Hause Apple beschränkte sich bis vor ein paar Wochen auf das Ipad. Vor ca. einem Monat kam dann ein Macbook Air dazu.

Aufgrund der gemachten Erfahrung muss ich sagen, dass die Geräte mit dem Apfel auf dem Rücken schon echte Produktivitäts-Geräte sind. 

Die Software-Entwickler in Cupertino haben sich aus meiner Sicht für Leute die schnelle, unkomplizierte und effiziente Hilfestellung vom eigenen Computer erwarten, einfach die besseren Gedanken macht als die Microsoft-Leute. 

Die Benutzung dieser Geräte geht nach einer kurzen Lernphase sehr effizient von der Hand. Die Integration der einzelnen Geräte ist hervorragend und hilft auch wiederum sehr viel Zeit zu sparen, weil die Dinge einfach das tun was man erwartet. Punkt.

Wie schon gesagt ist meine Erfahrung zeitlich noch etwas limitiert, aber hier und hier habe ich diese Erfahrung schon mal etwas dokumentiert.

Auch bei allen anderen Produktivitäts-Profis (siehe oben bei den Podcasts) sehe ich nahezu nur Apple-Geräte. Das lässt mich guten Mutes sein, dass sich die hier geäusserte Meinung auch mittelfristig nicht ändern wird.

Deshalb mein Produktivitätstool Nr. 3 mit Tendenz steigend ... Macbook Air, Ipad und (wahrscheinlich bald) Iphone.

Shortcuts – das Survival-Kit am MAC

Ich muss schon sagen, dass man als Umsteiger mit jahrzehntelanger Windows-Erfahrung auf einen Mac schon einen kleinen Kulturschock erlebt. 

In den ersten Tagen habe ich meine Entscheidung auch gar einige Male kräftig hinterfragt und war knapp davor mir einzugestehen, dass ich dem allgemeinen Marketing-Hype von Apple auf den Leim gegangen bin. Selbst der Gedanke das Ding (wenn auch teuer) vor einen Caterpillar zu schmeissen, tauchte bei den ersten Gehversuchen auf. Meine angeborene Ungeduld war da natürlich auch nicht sonderlich hilfreich.

Das ist kein Wunder – die Denke und die Logiken im MAC OS sind doch ein klein bißchen anders als ich das über viele Jahre in der Microsoft Welt erlebt und gelebt habe. 

Zum Glück habe ich aber dann relativ rasch im Internet Hilfe gefunden. 

Auf meiner Suche nach Hilfe im Internet bin ich auf den Berliner Nicolai Wirth gestoßen. Nicolai Wirth bietet Coachings speziell für Leute wie mich an, welche entweder generell von Windows auf Mac umsteigen oder eben am Mac effizienter werden wollen. (siehe http://www.mac-business-coaching.de)

Und ich kann nur sagen: Das Geld ist sehr gut investiert!

Es sind zwar nur 3-4 grundlegend andere Kniffe bzw. Denkweisen, die man am Mac kennen und nutzen muss, aber diese Kniffe entscheiden über wohl oder übel.

Das Wichtigste überhaupt, das ich von Hr. Wirth gelernt habe sind die Shortcuts. Zwar habe ich auch in Windows mit Shortcuts gearbeitet, aber auf dem Mac scheint das DIE Grundlogik des Systems zu sein.

Dementsprechend verwendet man einen Großteil seiner Zeit Shortcuts und (leider) gibt es auch eine fast unüberschaubare Anzahl davon :-)

Mit den oben angezeigten Haupttasten (CMD, CTRL, ALT,SHIFT) ist nahezu jegliche Kombination irgendein Shortcut, der die Wege - immer natürlich wenn man die Shortcuts dann wie im Schlaf beherrscht - extrem verkürzt und beschleunigt.

Hat man sich erst eimal grundlegend  damit angefreundet hat, wird/ist man extrem effizient unterwegs.

Sehr hilfreich war einer der ersten Tipps von Hr. Wirth: "Tackern Sie sich den Daumen an die CMD-Taste, denn die brauchen Sie fast den ganzen Tag!"

Und das ist definitiv so.

Welche Shortcuts nutze ich nun nach einer relativ kurzen Zeit am Mac?

Hier meine Favorites:

  • Schnellanzeige des Desktops (Cmd+F3)
  • Mail verschicken (Cmd+Shift+D)
  • Fullscreen (Cmd+Ctrl+F)
  • Launchbar aufrufen (Ctrl-Leer)
  • Im Mac Mail die Ordner schnell wechseln (Cmd+1 oder 2 oder 3)
  • Im Mac Mail schnell Mails verschieben für InboxZero (Cmd+Ctrl+1 oder 2 oder 3)
  • Screenshots mit dem Programm Skitch (Cmd+Shit+5)

Die Shortcuts sind die größten Effizienz-Hilfen -  das Coaching mit Hr. Wirth (aus meiner Erfahrung reichen 2 x 2 Stunden) hat mir aber auch sonst noch diverse sehr wichtige Erkenntnisse gebracht, welche mir die ursprüngliche Freude am neuen Macbook Air, welche kurzzeitig abhanden gekommen war, wieder gebracht.

Vielen Dank Hr. Wirth!

 

 

 

 

 

Typo Keyboard - jetzt doch Iphone ?

Wie bereits im letzten Artikel geschrieben, wird es wohl so sein, dass ich den Sirenengesängen von Apple verfallen bin. 

Nach einigen Wochen als User eines Macbook Air fühle ich mich darin bestätigt, dass diese Geräte deutlich mehr an Usability bieten als Windows-Geräte. 

Sicher nix für Tüftler, welche Zeit und Lust haben, sämtliche am Markt erhältlichen Komponenten zu kennen und dann auch an ihr Gerät anzuhängen. Sondern mehr für Leute wie mich die - ganz im Sinne von Simplify my life ... :-) - ihre knappe Zeit lieber anderweitig investieren.

Der Computer als Effizienz-Gehilfe um mehr in weniger Zeit zu erledigen und nicht als Zeitdieb.

Leider stelle ich bereits nach einigen Wochen fest, dass es bei Apple nur entweder oder gibt.

D.h. ich bin zur Einsicht gekommen, dass ich irgendwann IMMER und in ALLEN Bereichen die Geräte mit dem "i" vorneweg benutzen muss, wenn in der Lage sein will, jenen Effizienz-Level zu erreichen der mir vorschwebt.

Nur bei einem 100%igen Eintauchen in das Apple-Universum kommt man in den vollen Genuss dieses wirklich sehr gut durchdachten Benutzungskonzepts (mit leichten Startschwierigkeiten bzw. nicht zu unterschätzender Lernkurve).

Halbschwanger gibt es hier nicht ...

Und hier kommt mein schon seit Jahren bestehendes Problem ... welches hoffentlich demnächst dank eines neuen innovativen Start-Ups made in USA gelöst wird. 

Das Iphone von Apple gibt es ja im Prinzip schon seit über 7 Jahren und viele fragen mich immer wieder, wenn ich schon seit Jahren so Apple-affin bin, warum nicht das Iphone das Smartphone meiner Wahl ist.

In all den Jahren kam das iPhone - unabhängig von den hohen Kosten - für mich aus einem Grund nicht in Frage: Es hatte keine Tastatur ...

Da meine Anforderungen an ein Smartphone (wie auch an alle anderen IT-Geräte) stark in Richtung Produktivität gehen, war und ist meine Hauptnutzung in diesem Bereiche vor allem Email, Tasks und Kalender.

Besonders die Kommunikation über Email schätze ich sehr und daher ist es naheliegend, dass ich mit virtuellen Tastaturen so meine Schwierigkeiten hatte und auch nach wie vor habe. 

Aus diesem Grund war ich über viele Jahre ein glühender Verehrer von Blackberry. Darüber und, dass ich bereits vor einem Jahr im Prinzip w.o. geben musste, habe ich hier ausführlich geschrieben.

Nun ist aber ein weiteres Jahr seit obigen Artikel vergangen und ich bin nach wie vor mit meinem Blackberry Q10 verbandelt. Zur Verteidigung von Blackberry muss ich sagen, dass das Bedienkonzept des Blackberry OS10 sehr gut ist, aber wie der neueste IDC-Bericht schon aufzeigt: Dieses Betriebssystem braucht heute niemand mehr ...

Und weil dem so ist, hat es Blackberry in den letzten Monaten und Jahren nicht geschafft die App-Entwickler auf ihre Plattform zu bringen. Entwicklung auf iOS und Android bringt einfach mehr Cash. Punkt. Aus. Basta.

Die nicht vorhandenen Apps in der Blackberry-World habe ich in den letzten Monaten schon arg vermisst, aber selbst dieses NO-GO wiegte bei meinem Nutzungsverhalten eines Smartphones geringer als der Zwang eine virtuelle Tastatur zu nutzen. 

Aber jetzt .... könnte es ENDLICH Hilfe für diese Randgruppe von Usern geben.

Dass ich zu einer solchen gehöre, habe ich spätestens dann mitbekommen, als klar war, dass Apple auch im Business-Bereich Blackberry den Rang abgelaufen hatte. Dies war für mich lange Zeit undenkbar. Privat-User ja - Business-User nein. Das war mein Credo über Jahre hinweg. Ich hatte mich getäuscht ...

Wie sieht diese goldene Brücke hinüber zum iPhone aus?

Eine Gruppe von mir Gleichgesinnten rund um Laurence Hallier war auch lange Zeit auf der Suche nach einer Lösung und haben das TYPO KEYBOARD entwickelt. 

Das es eine Nachfrage in diesem Bereich zu geben scheint, zeugt schon der von Blackberry umgehend eingeleitete Rechtsstreit, das dieses Keyboard dem Blackberry zu ähnlich sei. Dieser Rechtsstreit hat das Projekt nun fast 1 Jahr hinausgeschoben, aber nun scheint es endlich so weit zu sein. Die Leute von Typo haben einen Version 2 entwickelt und dort alle Ähnlichkeiten zum Blackberry eliminiert.

Ich persönlich werde jetzt noch 1-2 Monate zuwarten (auf ein paar Monate mehr oder weniger kommt es jetzt auch nicht an ;-) und beobachten:

  • was das Iphone6 am 09. September Neues bringt. Momentan bin ich eher auf dem Trip, wenn dann das iPhone 5S zu kaufen. 
  • wie Typo auf das neue Iphone6 reagiert. Momentan scheint das Keyboard nur für das iPhone 5 ausgelegt zu sein.

Das neue Iphone6 löst ja bereits jetzt wieder einmal einen gewaltigen Rumour-Bewegung aus und wie man hier sieht, sind auch wiederum extrem viele Smartphone-User bereit auf das neue Flagship von Apple umzusteigen. 

Sollte mich das Iphone 6 nicht restlos begeistern, dann werde ich versuchen, einem der im Bericht zitierten "Early Adoptier" die sogar planen vom Iphone 5s auf das iPhone 6 umzusteigen, eines der 5s abzuluchsen ... ;-)

Mal schauen, was der Herbst so bringt und ob ich bis Jahresende meinem optimalen IT-Setting, das für mich arbeitet und um das ich mich (nicht) wenig kümmern muss, näher gekommen bin.

 

 

Apples goldener Käfig - ein erster Bericht

Nachdem mir mein Toshiba Protegé R600 nun jetzt schon 5 (!) Jahre sehr Dienste geleistet hat, war es für mich an der Zeit den Markt für einen neuen Rechenknecht zu sondieren.

Meine Anforderungen an einen Laptop sind wie folgt:

  • geringes Gewicht (< 1,3kg) da ich viel unterwegs bin
  • lange Haltbarkeit des Akkus
  • praktische Dockingstation für das Büro, da ich keine Lust habe lange herumzufummeln, wenn ich wieder im Büro bin

Leider scheine ich mit diesem Anforderungen zu einer äußerst kleinen Nischenzielgruppe zu gehören, denn die großen Player (Samsung, Lenovo, Sony, Toshiba) haben in diesem Gebiet letzthin keine wahren Meisterleistungen präsentiert.

Gerade das Thema Docking wird kaum beachtet. Scheint nicht für viele ein Problem zu sein, für mich aber schon. 

Und so kam es wie es kommen musste ...

Mein Umfeld stellt schon seit über einem Jahr fest, dass ich verdächtig oft in und um die diversen Apple-Stores in den Städten wo ich in letzter Zeit war (Berlin, München, Mailand) geschlichen bin.

Ich erhielt bereits den Stempel eines "Apple-Fanboys" ... ja wenn die Wettbewerber nichts Brauchbares anzubieten haben ...

 

Mein Setup: Macbook Air mit Thunderbold Cinema 27"

Mein Setup: Macbook Air mit Thunderbold Cinema 27"

Lange Zeit war ich wie sicher viele andere auch hin- und hergerissen zwischen den diversen Meinungen Pro und Contra Apple, aber Anfang Juli 2014 war es dann soweit und die Entscheidung war gefallen. 

Die Meinung, dass man sich bei Apple in ein geschlossenes System (goldener Käfig) begibt kann ich zwar teilen und war mir auch bewusst, aber nach mittlerweile über 20 Jahren Windows ist es einfach mein Wunsch, dass nicht ich mich mehr (habe einfach eine Zeit mehr dazu) um das System kümmern muss (und das als Wirtschaftsinformatiker ... arg ...), sondern dass sich das System um mich kümmert, bzw. einfach und schnell das tut was ich brauche. 

Und da setzte und setze ich große Hoffnung in Apple ...

Macbook Air sollte es aufgrund des Gewichts sein. Auch die von Apple garantierte Akku-Laufzeit von 12 Stunden war ein entscheidendes Kriterium.

Da ich nun ein Monat an Erfahrung mit dem Macbook Air habe, möchte ich in nächster Zeit in ein paar Blog-Artikeln über meine Erfahrung berichten.

Von der Verarbeitung her, braucht man glaube ich nicht lange um den Brei herumreden. Etwas Besseres gibt es am Markt nicht ... und noch dazu hat Apple auch bei den Preisen mittlerweile Niveaus erreicht, wo man die Mehrkosten in Kauf nehmen kann. 

Mein System sieht wie wie folgt aus:

  • Macbook Air 13"
  • Prozessor I7 mit 1,7 GHZ
  • 8 GB RAM
  • 512 GB Harddrive
  • Fürs Büro: Thunderbold Cinema 27"

 

Und es stimmt wirklich. Anstöpseln und los gehts! 

Und das selbst hier in unserem Unternehmen, wo ich nun der "Außerirdische" mit einem Mac bin, umgeben von lauter PCs.

Das Gerät wurde von meiner IT in kürzester Zeit ins Firmennetz mit Active-Directory gehängt und auch die Anbindung an den Exchange-Server bereitete keinerlei Probleme.

Hier hat Apple in den vergangenen Jahren wirklich dafür gesorgt,  dass diese Geräte auch in Windows-Netzwerken und damit auch für "Zahlenmenschen" und nicht nur für die Schöngeister im grafischen Bereich genutzt werden können. 

All meine Sorgen, dass sich das Gerät nicht sonderlich gut bzw. nur über Umwege/Krücken in unser Firmennetz bringen lässt, waren im Prinzip umsonst. All jene die ähnliche Sorgen plagen bzw. noch davon abhalten auf Apple umzusteigen, kann ich getrost beruhigen. 

Genial sind einfach all die wohl durchdachten Anschlüsse, welche man einfach verwendet und das System weiß einfach gleich was man will. 

Das Thunderbold Cinema ist natürlich ein überragender Bildschirm, aber da mir eine einfache, schnelle Docking im Büro sehr wichtig ist, begeistern mich mindestens ebenso die Fähigkeiten dieses Monitors diesbezüglich.

Der Thunderbold Cinema kommt mit einem kombinierten Kabel (Strom Magsafe und Thunderbold) daher, welchen man an beiden Seiten des Air einsteckt und das war es schon.

Während es mir früher nicht möglich war meinen Laptop im Büro zu schließen, da dieser sonst sofort in den Schlafmodus ging, hat man hier die Wahl diesen zu schließen oder über eine geniale Lösung im Monitor-Menü schnell und einfach beide Monitore zu nutzen.

Also im Bereich Hardware gibt es eine klare 1+

In Kürze mehr zum Innenleben - zur Software des Mac und meine Erfahrungen hier beim Umstieg von Windows. 

7 Habits - World Tour

Auch nach dem Ableben von Stephen R. Covey im Jahre 2012 lebt der "Spirit" von Covey weiter und das FranklynCovey Institut präsentiert zur Zeit in nicht weniger als 170 Städten weltweit eine neue Version - die Version 4.0 - der 7 Habits for Effective People.

Es sind mittlerweile schon 25 Jahre vergangen, dass Stephen Covey´s Standardwerk erstmalig erschienen ist und mittlerweile wurden bereits über 25 Mio. Exemplare weltweit davon verkauft.

Wie schon mehrfach geschrieben begleitet mich diese Buch nun schon über 6 Jahre und hat dazu beigetragen, dass ich meine Effektivität und Ausgeglichenheit sowohl in meinem Berufs- aber auch in meinem Privatleben deutlich verbessern konnte.

Ich bin täglich bestrebt, diese zeitlosen Prinzipien auch in meinem Unternehmen zu einer effektiven Unternehmenskultur einzubauen.

Umso mehr freut es mich, dass ich es geschafft habe, ein Ticket bür eines der 4 Events im DACH-Raum (München, Düsseldorf, Wien und Zürich) zu ergattern.

Am Freitag, den 09. Mai 2014 werde ich in München dabei sein und sowohl die "Überblick"- als auch die "Vertiefungs"-Veranstaltung besuchen.

Ich freue mich schon sehr, wieder einmal einnen ganzen Tag fokussiert in die "Covey"-Welt eintauchen zu dürfen. Ich bin schon sehr auf die "Neue Lösung der zeitlosen Prinzipien" gespannt und freue mich viele Menschen kennenzulernen, die diese meine Begeisterung für die 7 Habits teilen.

Bericht folgt ...

 

7 Wege zur Effektivität - Stephen R. Covey

Es nun schon über 5 Jahre her, dass Stephen R. Covey mit seinem Klassiker “Die 7 Wege zur Effektivität” in mein Leben getreten ist und meinem Leben eine deutliche Wende hin zum Positiven gegeben hat.

Covey´s Lebenslicht ist zwar am 16. Juli 2012 im Alter von 79 Jahren erloschen, aber seine Prinzipien bleiben als Inspiration erhalten – für mich und für viele andere.

Sein Standardwerk "Die 7 Wege zur Effektivität" begleitet mich eigentlich ständig und kommt immer wieder entweder als Buch oder als Audiobook im Auto zur Anwendung.

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Das Buch von Stephen R. Covey enthält Grundprinzipien für ein effektives und erfolgreiches Berufs- und Privatleben und dienen mir mittlerweile als Leitplanken um täglich in der Spur zu bleiben, die ich für mich gewählt habe.

Der deutsche Titel des Buches ist meines Erachtens etwas verwirrend, da es sich nicht um Wege sondern um Verhaltensweisen (im englischen heißt es auch 7 Habits) handelt. Diese Verhaltensweisen ermöglichen ein effektiveres und erfolgreicheres Wirken und Schaffen, sowohl mit sich selbst als auch in seinem Umfeld.

In diesen 5 Jahren habe ich sowohl Covey gelesen, gelernt und versucht seine Prinzipien in mein Leben zu integrieren.

Im Jahr 2012 besuchte ich dann auch noch ein 3-Tages-Seminar zu den 7 Wegen bei Franklyn-Covey Deutschland in München.

Die Erfahrung über all die Jahre mit den Prinzipien von Stephen R. Covey hat mir vor allem folgende 7 Erkenntnisse beschert:

  • Covey´s Buch ist definitiv ein Standardwerk im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Leadership und sollte zur Standardlektüre für jede Führungskraft gehören.
  • Es sind keine neuen und modernen Theorien die Covey hier „erfunden“ hat. Es ist viel mehr ein Fokussieren auf 7 wichtige Themenbereiche die in allen Kulturen und Religionen schon seit Ewigkeiten in diversen Formen präsent sind. Dies sagt auch Stephen Covey selbst ganz klar und deutlich.
  • Das Reiz-Reaktions-Konzept im 1. Weg (Pro-Aktiv sein) ist verdammt schwer umzusetzen! Wenn es einem jedoch gelingt, dieses Konzept umzusetzen, ist man sicher auf dem Königsweg. Dies gilt natürlich besonders bei emotionalen Themen und mit Personen die einem nahe stehen.
  • Ein Lebensbild, wie im 2. Weg von Covey vorgegeben (Bereits am Anfang das Ende im Sinn haben) nieder zu schreiben ist sehr hilfreich. Nur was man schreibt, das bleibt! Die eigene Vision und die eigenen Wünsche an das Leben zu verschriftlichen hilft auch, da es sonst immer nur tausende Gedanken im Kopf bleiben.
  • Beim 3. Weg (First things first) bin ich laut meiner persönlichen Einschätzung schon recht weit und das gibt einen dann schon auch Genugtuung.
  • Die Wege 4 bis 6 (öffentlicher Erfolg) setzen aufeinander auf. Dies war für mich die interessanteste Erkenntnis des Workshops, denn bis dato hatte ich das noch nicht so verstanden und daher auch hier meine Probleme der Umsetzung.
  • Der 7. Weg (die Säge schärfen) der körperlichen und geistigen Erneuerung ist für mich in der Zwischenzeit fundamental und auch hier findet Covey griffige Worte und Beispiele, um einen dieses Thema ständig in den Focus zu rücken.

Ein für mich besonders zentraler Aspekt ist Covey´s Konzept des TEACH TO LEARN (TTL), d.h. dass man am besten dadurch lernt, dass man einem anderen das Gelernte durch Lehren weitergibt.

In diesem Sinne werde ich auch weiterhin intensiv daran arbeiten zum einen die Konzepte Covey´s täglich zu lernen, in meinem Leben um- und einzusetzen aber auch in Zukunft verstärkt in Seminaren zu lehren.

   

 

Vergebung oder When hell freezes over

Nachdem ich heute früh wieder einmal eines meiner Lieblingslieder Tequila Sunrise von den Eagles im Radio gehört habe, ist mir unwillkürlich wieder mal ihr 1994 Album mit dem Titel „Hell freezes over“ und die dazugehörige Geschichte in Erinnerung  gelangt.

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Im Jahr 1980 veröffentlichte die 1971 gegründete und sehr erfolgreiche Country/Rock-Band The Eagles noch ihr erstes Live-Album. Zum damaligen Zeitpunkt konnte jedoch keiner ahnen, dass dieses Album für sehr lange Zeit das letzte Album der Band sein würde, da sich die Mitglieder zerstritten hatten. Dies wurde zwar nie öffentlich gemacht, aber Tätigkeit kam komplett zum Erliegen.

Da immer wieder Fans und Journalisten nachfragten, wenn die Eagles nun endlich wieder auf die Bühne zu sehen sein werden, kam dann vom Bandleader Don Henley die legendäre Aussage: „Die Eagles werden erst dann wieder zusammen auf die Bühne gehen, wenn die Hölle zugefroren ist (… when hell freezes over …)

Klarer konnte Henley eigentlich nicht ausdrücken, dass er NIE WIEDER mit seinen alten Bandkollegen auftreten wollte.

Aber wie es halt so oft im Leben ist, sollte man niemals nie sagen, denn die Zeit verändert einen selbst, verändert die Mitmenschen um uns herum und verändert auch unser Umfeld.

Und so kam es, dass 1994 – nach über 14 Jahren – MTV die Eagles um ein Unplugged-Konzert bat und siehe da, man raufte sich zusammen noch ehe die Hölle zugefroren war.

Der treffende Titel dieses Album war dann eben „Hell freezes over“.

Diese Gedanken heute früh haben dazu geführt, dass auch ich wieder einmal all jene Situationen analysiert und sortiert habe, welche mir Ärger und Groll bereitet haben und ich werde versuchen, diese Situationen für mich zu bereinigen um so wenig wie möglich Energie für derartige Situationen zu verschwenden.

Besonders interessant auch dazu finde ich die Gedanken vom Experten für Stressbewältigung Markus Frey http://goo.gl/ylh6I

Viel Erfolg euch allen beim „Loslassen“ und vergeben.

Ich hab da einen Bekannten … bitte hilf mir doch mal schnell …

Immer wieder kommen in letzter Zeit Bekannte aus unterschiedlichen sozio-demografischen aber auch geografischen Umfeldern auf mich zu und die Konversation startet meistens so wie im Titel.

Natürlich wird man als jemand der selbst auch schon Überlastung (körperlicher und/oder seelischer Natur) am eigenen Leib verspürt hat, sicherlich bevorzugt als Gesprächspartner zu solchen Themen gesucht.

Ab die Häufigkeit in der das auch aktuell wieder passiert, deutet für mich schon darauf hin, dass hier unsere Gesellschaft mit Sicherheit noch nicht die Talsohle erreicht hat.

Ja wahrscheinlich stehen wir erst am Beginn einer keineswegs positiv Entwicklung wo es dringend Handlungsbedarf gibt.

Und wenn dann die Leute wissen, dass man hierzu auch noch Seminare gibt, dann spürt man direkt, wie jeder glaubt, der muss doch geradezu Tricks, Heftpflaster oder ähnliches zur Hand haben …

 

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Und eben genau dieses Heftpflaster gibt es nicht.

Ja aber wie soll man nun mit einem Bekannten, einem guten Freund etc. umgehen, bei dem man merkt, dass es in die falsche Richtung läuft?

Was soll man sagen, wenn schon Symptome einer Erschöpfung, eines Burn-Outs wie Schlafstörung, Gereiztheit, körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen, Herzrasen o.ä. bemerkbar sind?

Aus eigener Erfahrung kann ich euch sagen: Gar nichts !

Als selbst Betroffener weiß ich, dass man in dieser Phase in einer eigenen Welt lebt, diese Symptome überhaupt nicht mitbekommt und von eventuellen Hinweisen von außen ausschließlich genervt ist.

Deshalb empfehle ich einfach nur immer wieder in der Nähe dieser Menschen zu sein und da zu sein, wenn der Mensch seine eigene Situation SELBST erkennt.

Und wann/wie erkennt er die?

Aus meiner eigenen Erfahrung, gibt es nahezu nur eine einzige Möglichkeit ist, dass solchen Personen die Augen geöffnet bzw. die Scheuklappen heruntergeschlagen werden.

Und das ist die pure ANGST.

Der Leidensdruck und die Angst müssen so groß werden, dass die jeweilige Person SELBER erkennt, dass es so nicht weitergehen kann.

Solche Einschnitte können eben die eigene Gesundheit sein (Angst vor dem Sterben hat der Großteil der Menschen), aber auch Partner die sich trennen/scheiden lassen wollen oder Kinder die sich abwenden.

Ist der  Leidensdruck groß genug, dann erst ist der Mensch zu einer Selbstreflexion bereit und wird dann erst sukzessive und in kleinen Schritten Hilfe und Ratschläge annehmen.

Sind dann Ratgeber, Seminare u.ä. komplett umsonst?

Nein das sehe ich nicht so. Wenn sich jemand vorher schon mit dem Thema befasst - wenn auch nur oberflächlich, dann hat er im Moment wo es ihn selbst betrifft Anhaltspunkte bzw. Möglichkeiten wo er sich orientieren kann.

Für mich damals war es die reine Panik zu einen nicht zu wissen was mit mir jetzt passiert und zum anderen nicht zu wissen ob man mir hier überhaupt helfen kann und wenn ja wie.

Die Methoden, Ansätze und Hilfsmittel die man in Ratgebern und Seminaren zum Thema Burnout-Profilaxe bzw. Work-Life-Balance erhält, sind ein Schatz bzw. eine Art Hausapotheke auf die man dann Zugriff hat, wenn nötig.

Es ist so ähnlich, wie mit einem Erste-Hilfe-Kurs. Jeder hofft, dass er die Methoden nie braucht und hat auch nicht die Garantie ob der Kurs im Notfall was bringt, aber in der Regel tut man sich im eintretenden Notfall schon um einiges leichter bzw. kommt schneller zu einer positiven Lösung.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass es schon im Prinzip noch eine zweite Möglichkeit gäbe.

Die zweite Möglichkeit wäre, wenn der eigene Vorgesetzte Druck ausübt …

Jetzt werden viele aufschreien und sagen firmeninterner Druck ist bei solchen Personen doch schon ausreichend vorhanden bzw. oft sogar der Auslöser !?!

Ja das ist richtig, aber hier gäbe es für Vorgesetzte, sofern sie wirkliche Leadership-Persönlichkeiten sind, die Möglichkeit positiven Druck auszuüben.

Und das aus ganz und gar nicht sozialen Überlegungen heraus, sondern aus rein wirtschaftlichen, profit-orientierten und egoistischen Gründen.

Führungskräfte müssen in Zukunft laut mir verstärkt erkennen – und eben weil hier noch sehr großer Lernbedarf in den Führungsetagen herrscht, ist diese Variante bis dato leider nur der „Juniorpartner“ – wenn ein Mensch Leistung erbringen kann und wenn nicht.

Ich erwähne meinen Teilnehmern die oft darauf pochen, dass Karriere nur dann möglich ist, wenn man der Letzte ist der das Licht ausmacht, oft die Tankanzeige im Auto.

Ich bin der Überzeugung, wenn wir alle am Körper eine Art Anzeige wie für den Benzinstand im Auto hätten und unser Chef sehen würde wie oft wir auf „Reserve“ in die Firma kommen, dann würde er uns sofort nach Hause schicken, da wir einfach mehr „kosten“ als „bringen“.

Nur wenn ein solcher Workaholic erkennt, dass er zwar viel Zeit, aber recht wenig Effizienz und noch weniger Effektivität einbringt, und wenn dann ein Chef dies noch ganz klar kommuniziert, dass er seinen Job eben NICHT gut macht, wenn er nicht endlich mit „geladenen“ Batterien erscheint, dann würde das sicher helfen und schon vor einem körperlichen bzw. seelischen Zusammenbruch ein Umdenken auslösen.

Da diese Menschen in dieser Phase ihren Fokus fast ausschließlich auf dem Segment Arbeit haben, kann nur ein Trigger aus diesem Segment ein Umdenken  auslösen.

Eine klare Botschaft der Führungskräfte muss in Zukunft wieder Richtung Langfristigkeit gehen.

 „Ich brauche dich und deine Top-Leistung hier im Betrieb für 40 Jahre und nicht nur für 5, 10 oder 15 Jahre … Ich brauche eine Marathonläufer und keinen Sprinter“

Wäre ich selbst Unternehmer, und jemand beweist mir, dass er die 8. Stunde Sport betreibt, dann würde ich ihn nach 7 Stunden nach Hause schicken und 8 Stunden zahlen. Ich wette, dass ich unterm Strich damit verdienen würde …

Würde mich freuen zu erfahren, wie ihr das seht …

 

Lebst du schon oder konsumierst du noch?

Vor kurzem besuchte ich mit meiner Family die Weltmetropole London.

Es war für mich nicht der erste Besuch, aber irgendwie war dieses Mal etwas anders ... 

Bei diesem Besuch wurde mir – mehr als bei meinen vorhergehenden Besuchen – bewusst, wie hektisch, aggressiv und ausschließlich auf Konsum orientiert, das Leben in dieser Stadt geworden ist. 

Dieser Besuch in dieser Metropole gab mit Einblicke in die Entwicklungen unserer Gesellschaft, die ich zum einen in meiner kleinen Welt hinter den 7 Bergen nicht tagtäglich so realisiere. Eindrücke, die mich schon zum Teil auch besorgt stimmen ...   

 

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Bei den obligatorischen Besuchen mit meiner Frau und meinen beiden Kindern von Regent-Street und Oxford-Street überrollten mich:

Die schiere Masse an Leuten – egal ob Wochenende oder Wochentag wollte die Menschenmenge einfach nicht weniger werden.

Die Hektik – all die Menschen waren nur mehr im Laufschritt unterwegs.

Die Esskultur – die Essenausgabe und die Essensaufnahme passiert nur noch „on the fly“ und ohne jeglichen Genuss

Die neuen Medien - Kein (und wenn ich kein schreibe meine ich kein!) Mensch spricht mehr mit seinem Gegenüber. In jedem Restaurant sitzen sich ALLE gegenüber, starren in ihr Smartphone und streicheln es …

Ich bin mit Sicherheit kein Konsum-Asket und im elektronischen Bereich sicher eher ein early-adopter, aber dieses ausschließliche Fokussieren auf Konsum und virtuelle Kommunikation schockierte mich definitiv.

Immer wieder ging mir Nigel Marshs Aussage (wirklich tolle TED-Präsentation) durch den Kopf. 

Wir kaufen mit Geld das wir nicht haben, Dinge die wir nicht brauchen um Leute zu beindrucken, die wir nicht mögen!

Passend zum Thema habe ich vor einigen Wochen einen ganz tollen Blog im Internet entdeckt

Holger Grethe zeigt mit seinem Blog Zendepot  einen/seinen Weg auf, sich selbst (und nicht andere) mit der eigenen Vermögensplanung zu beschäftigen, ohne sich vom Geld und vom Thema Vermögensplanung verrückt machen zu lassen.

Holgers 39 Regeln für eine erfolreiche Vermögensbildung zeugen zum einen davon, dass man es hier mit jemanden zu tun hat, der die doch recht komplexe Materie Börse beherrscht.

Zum anderen weiß Grethe, dass es viel Wichtigeres im Leben gibt als Geld und teilt auch dazu seine Erfahrungen und lässt uns dadurch an diversen Lebensweisheiten teilhaben.

Besonders aus dem Herzen sprach mir Holger mit diesem Artikel und gerade in London wurde mir das darin beschriebene Gefühl mehr denn je bewusst.

Es scheint, dass bei mir Veränderungen eintreten und stattfinden ... und das ist gut so :-)

Und wie geht es euch?

 

Lesen ist Nahrung für die Seele

Ich lese sehr gerne und habe im Laufe der vergangenen Jahre viele Bücher gefunden, die ich mehr als einmal gelesen habe. Wenn ich ein Buch mehr als einmal lese, dann ist es für mich wirklich wertvoll und hilfreich.

Und hier meine aktuellen Top10

Absolut führend in meiner ewigen Bestenliste ist und bleibt das Standardwerk von Stephen R. Covey – Die 7 Wege zur Effektivität. Dieses Buch enthält eine derartige Fülle an Anleitungen für ein effektives und eben nicht nur effizientes Leben, dass ich es fast schon täglich zur Hand nehme um darin zu schmöckern.

Jim Collins mit seinem Buch Der Weg zu den Besten ist das Ergebnis einer sehr interessanten Langzeitstudie einer großen Anzahl von US-Unternehmen, bei welcher die Grundfaktoren eines wirtschaftlichen Langzeiterfolges herausgefiltert wurden.

David Allen – Wie ich die Dinge geregelt kriege. Für mich DIE Methode um die Hoheit über die eigene Zeit wieder zurückzugewinnen und den Kopf frei zu bekommen.

Fredmund Malik – Führen – Leisten – Leben. Ein Buch das meinen Beruf, jenen des Managers, als erlernbares Handwerk beschreibt und vom Sockel des Mythos herunterholt.

Dale Carnegie – Sorge dich nicht – lebe ! ist für mich neben dem oben beschriebenen Buch von Stephen R. Covey ein weiteres Buch, dass man immer wieder im Laufe des Lebens hernimmt um darin Hilfestellungen für ein positiv ausgerichtete Lebensführung zu erhalten.

Randy Pausch – Last Lecture: Randy Pausch war Professor in Computerwissenschaften an der Carnegie Mellon University bis ein überaus aggressiver Pankreas-Krebs seinem Leben ein frühzeitiges Ende setzte.  Pausch hielt kurz vor seinem Tod sein „Last Lecture“ an der Universität und gibt aus seiner damaligen Situation für mich einmalige Hinweise zu den wirklich wichtigen Dinge des Lebens und einem fokussierten Time-/Lifemanagement.

John Strelecky´s The Big Five of Life ist ein fantastischer Roman zu den wirklichen wichtigen Dingen im Leben aus der Sicht eines Unternehmers. Das Konzept des „guten Museumstages“ verfolgt mich seit der Lektüre dieses Buches.

Ein weiteres sehr bewegendes Buch war für mich Auf der Jagd nach dem Tageslicht vonEugene O´Kelly. Auch O´Kelly erhält nahezu über Nacht die Diagnose Krebs und wird damit aus seinem äußerst geschäftigen Leben als CEO von KPMG herausgerissen. Ganz im Sinne eines CEO organisiert O´Kelly auch seinen Abschied sehr strukturiert und er lässt den Leser teilhaben wie er die wenige ihm verbleibende Zeit managen musste.

Glücklich ohne Grund von Marci Shimoff ist ein sehr positives Buch, das mir in einer schwierigen Phase gerade recht kam und mir half wieder viele Dinge ins rechte Licht zu rücken. Wie schon am Cover zu lesen ist, geht es darum das Glück zu entdecken, dass schon in einem steckt.

Das letzte Buch auf meiner derzeitigen Top10-Liste ist das Buch Überflieger von Malcolm Gladwell. Gladwell beschreibt in einer sehr spannenden Art und Weise, dass die Allermeisten Überflieger in der Geschichte meist keine Wunderkinder waren, sondern, dass es meist eine Mischung aus ein bisschen Talent und viel viel Ausdauer war. Auch waren oft demografische bzw. altersbedingte Gründe stark ausschlaggebend für den endgültigen Erfolg der einzelnen Person. Das Buch ist sehr motivierend und bestärkt einen darin, dass es meist eben nicht Zufall ist, wenn jemand in seinem Leben großartige Erfolge erzielt.